Thrombose – die gefährliche Gefäßkrankheit

Betroffen sind jährlich weit über 80.000 Deutsche und gerade in der Sommer- und Reisezeit häufen sich die Thrombosefälle. Doch was passiert eigentlich bei dieser Gefäßkrankheit? Und wie kann man sich schützen?

Von einer Thrombose spricht man, wenn sich in einem Blutgefäß ein Gerinnsel, der Thrombus, bildet. Schauplatz des Geschehens ist in den meisten Fällen eine tiefe Beinvene. Die Folge: Das Bein fängt an zu schmerzen und schwillt stark an. Gefährlich ist daran, dass das Gerinnsel weiter nach oben in den Körper wandern und ein Blutgefäß in der Lunge verstopfen kann. Solch eine Lungenembolie ist einem Viertel der Fälle tödlich.

epilation Weniger dramatisch, aber sehr schmerzhaft ist außerdem das sogenannte post-thrombotische Syndrom, eine mögliche Spätfolge der Erkrankung in den tiefen Beinvenen. Die Beine sind dauerhaft geschwollen und es bilden sich Krampfadern.

Besonders tritt die Gefäßerkrankung bei frisch Operierten auf. Die Blutgerinnsel bilden sich bei ihnen schneller, weil zum einen das gesamte Gerinnungssystem aktiviert und zum anderen ihr Blutfluss aufgrund von Bewegungsmangel verlangsamt ist.

Mit der Blutgerinnung ist es nicht anders als mit dem Einfrieren von Wasser. Ein Wildbach, der rauscht, friert nicht so schnell wie eine Pfütze. Auch Venenkranke, also beispielsweise Personen mit Krampfadern, gelten daher als Risikogruppe.

In den Krampfadern fließt das Blut nämlich langsamer oder steht sogar. Statistisch besonders häufig leiden außerdem Frauen die rauchen und die Anti-Baby-Pille nehmen an der Gefäßerkrankung. Daneben gibt es noch zwanzig Prozent der Bevölkerung, die durch einen genetischen Defekt eher zur Thrombose neigen.

Gerade in der Sommer- und Urlaubszeit häufen sich die Thrombose-Erkrankungen. Denn auch Hitze fördert die Blutgerinnung und damit die Bildung von Gerinnseln. Ausgedehnte Sonnenbäder sind deshalb insbesondere für Menschen mit Krampfadern ein Tabu. Ein besonderes Risiko stellen außerdem Flugreisen in ferne Länder dar. Das stundenlange Sitzen mit abgeknickten Beinen verlangsamt den Blutfluss und erhöht damit das Thromboserisiko enorm.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Thrombosegefahr entgegenzuwirken. Venengerechter Sport gehört dabei zu den wichtigsten Vorbeuge-Maßnahmen. Schwimmen beispielsweise ist bestens geeignet. Denn zusätzlich zu der den Blutfluss stimulierenden Bewegung übt das Wasser einen Druck auf das Venensystem aus, der eine entstauende Wirkung hat – ähnlich wie ein Kompressionsverband.

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Tags: , , Oktober 30th, 2009 Posted in Gesundheit

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