Die neuartige „Schweinegrippe“- der Unterschied zur Influenza

Verteufelt und verharmlost – die „Schweinegrippe“. Über ihren Verlauf ist wenig bekannt – im Gegensatz zur normalen Wintergrippe.

Gegen die Wintergrippe wird jedes Jahr ab September geimpft. So hat das Immunsystem genug Zeit, einen Schutz gegen die Krankheit aufzubauen, die meist im Herbst oder Winter auftaucht.

Syringe with fluid Die saisonale Impfung schützt jedoch nicht gegen die „Schweinegrippe“ mit dem Erreger A/H1N1 09. Denn die saisonalen H1N1-Viren, die seit mehreren Jahren zirkulieren, unterscheiden sich stark vom A/H1N1 09-Stamm.

Grippeviren verändern ständig ihr Erbgut. Im Fall der neuartigen Grippe waren Schweine mit Vogel-, Schweine- und Menschenerregern infiziert worden. Aus dieser Gen-Mischung entstand ein neuer Virustyp, der auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Im Gegensatz zur normalen Wintergrippe kennt das Immunsystem den neuartigen Influenzavirus nicht.

Die „Schweinegrippe“ verläuft hierzulande bislang meist harmlos und ohne Komplikationen. Betroffen sind überwiegend Urlaubsheimkehrer im jungen Erwachsenenalter. Auch breitet sie sich nicht so sprunghaft aus wie vorhergesagt. Dennoch erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die „Schweinegrippe“ zur Pandemie, zur weltweiten Epidemie, weil es zu zunehmenden und anhaltenden Übertragungen in der Bevölkerung gekommen ist. Diese Einstufung ist jedoch unabhängig von der Situation in Deutschland und gibt keine Auskunft über Häufigkeit und Schwere der Erkrankungen.

Hauptziel im Ernstfall muss es sein, Erkrankungen möglichst gering zu halten und dabei die Gesundheitsversorgung zu wahren. Hier gibt es klare Anweisungen für Behörden und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Er regelt, welche Maßnahmen wann getroffen werden. Was genau im Fall der Pandemie geschieht lässt sich jedoch nicht nach Schema F planen, weil die Situation in den Regionen sehr unterschiedlich sein kann.

Seitdem der grobe Bauplan des „Schweinegrippe“- Erregers vorliegt, arbeiten Forscher mit Hochdruck an der Entwicklung einer Substanz, die dagegen wirkt. Seit Oktober ist es bekannt, dass sie vorliegt. Allerdings ist die Rezeptur neu, niemand weiß, wie sie wirkt.

Sick Woman Neben dem eigentlichen Impfstoff enthält sie Wirkverstärker, mit denen keine Erfahrungen bestehen. Nach aktuellen Umfragen stehen mehr als drei Viertel der Befragten dieser Impfung kritisch gegenüber. Nur 14 Prozent wollen sich impfen lassen.

Beide Grippeformen lassen sich auf den ersten Blick kaum voneinander unterscheiden. Klarheit verschafft erst eine ärztliche Untersuchung. Übertragen wird eine Grippe durch kleine Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Schnupfen durch den Raum fliegen. Eine weitere Infektion kann über Hände gehen, durch kleine Tröpfchen in der Luft oder über Gegenstände.

Wer die typischen Anzeichen einer Grippe bei sich feststellt, sollte das weitere Vorgehen zunächst telefonisch mit dem Arzt abstimmen. Er wird eine entsprechende Therapie vorschlagen. Falls erforderlich, sollten Patienten fürs Erste zu Hause bleiben, um sich und andere zu schützen.

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Tags: , , , Oktober 29th, 2009 Posted in Gesundheit

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