Der richtige Umgang mit Stress und Hitze
Wir mögen es warm, aber nicht heiß, sonnig, aber nicht schwül-drückend. Unser Wunschkatalog an das Wetter lässt sich präzise formulieren, aber es richtet sich einfach nicht danach. Bleibt also nur, die Lebensgewohnheiten zeitweilig auf die hohen Temperaturen einzustellen.
Einen kurzen Weg radeln oder zügig zu Fuß gehen, solche Alltagsaktivitäten muss man auch bei großer Hitze nicht aufgeben. Ein echtes Sportprogramm in sengender Sonne sollten sich aber auch fitte Menschen nicht zumuten, die Gefahr, dass sich der Körper überhitzt, ist zu groß. Morgens, abends oder am späteren Nachmittag sind im Hochsommer die geeigneten Sporttermine. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man den Sport in den Schatten verlagern – eine Laufroute oder Fahrradtour durch den Wald ist ideal. Wer Ausstattung und Verpflegung den Temperaturen anpasst, dem fällt die Bewegung noch leichter:
Sportkleidung aus speziell atmungsaktiven Stoffen oder Naturmaterialien fördern die Schweißverdunstung. Je heller der Stoff ist, desto besser strahlt er die Sonnenwärme ab. Eine Baseballkappe ist ein guter Sonnen- und Sichtschutz. Auch die Haut braucht Sonnenschutz.
Durch das Schwitzen und auch mit jedem Atemzug gibt der Organismus Flüssigkeit ab. Während oder nach dem Sport ist Trinken also besonders wichtig. Als Richtmaß gilt, mindestens einen Liter zusätzlich zum Normalpensum zu trinken. Nach längeren Belastungen braucht der Körper Kohlenhydrate und Kalium beispielsweise in Form von Laugengebäck und Bananen.
Solange es nur heiß ist, kann das Sportprogramm also weiterhin an der frischen Luft stattfinden. Anders verhält es sich bei zu hohen Ozonwerten, die gewöhnlich im Radio bekannt gegeben werden. Um Symptome wie Augenbrennen und Reizungen der Atemwege zu vermeiden, sollte der Sport dann nur in der Halle stattfinden.
Die Stars der Sommerküche sind Lebensmittel, die leicht verdaulich sind und viele Vitalstoffe enthalten, denn die braucht der Körper immer. An erster Stelle stehen Gemüse und Obst, die neben Vitaminen und Mineralstoffen auch viel Wasser enthalten. Mit Melonen, Gurken, Tomaten oder Zucchini bessern gerade Menschen, denen es schwer fällt, viel zu trinken, ihre Flüssigkeitsbilanz auf.
Gemüse-Rohkost im Salat empfinden viele als besonders erfrischend und lecker, manche Menschen haben aber auch im Sommer das Bedürfnis nach einer warmen Mahlzeit. Kein Problem, gedünstetes oder angebratenes Gemüse begleitet von einem Stück Fleisch ist beispielsweise ein durchaus hitzetaugliches Mittagessen. Lauwarm ist ohnehin die beste Temperatur für den Verzehr von Speisen und Getränken. Warum? Der Körper muss eiskalte oder heiße Nahrung erst auf Körpertemperatur bringen, um sie zu verdauen. Dazu braucht unser Körper Energie, und das bringt uns noch mehr ins Schwitzen. Eine schweißfördernde Wirkung haben übrigens auch scharfe Gewürze, die Sommerküche bleibt deshalb besser mild.
Nicht alle leichten Gerichte sind automatisch kalorienarm. Im Salat können beispielsweise Croutons oder sämige Dressings ins Gewicht fallen. Bei Milchprodukten, die als Eiweiß- und Mineralstofflieferanten unbedingt in die Sommerküche gehören, empfehlen sich Sauermilchprodukte wie Magerquark, Molke und Buttermilch.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden besonders unter der Hitze. Da gerade diese Patientengruppe um ihre Problem weiß, verhält sie sich entsprechend vorsichtig. Gesunde muten sich dagegen auch mal zu viel zu. Die mögliche Folge ist ein Hitzschlag oder Sonnenstich, der aufgrund seiner unspezifischen Symptome oft nicht gleich erkannt wird. Bei starken Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und Orientierungsproblemen sollte man daher sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.
Ein Problem, das Menschen häufig in die Sprechstunde führt, ist übermäßiges Schwitzen, Hyperhidrosis. Dabei bildet der Körper an Stellen wie Achselhöhlen, Handflächen, Fußsohlen oder der Genitalregion vermehrt Feuchtigkeit. Die Belastung, die das Schwitzen für die Betroffenen bedeutet, ist sehr ernst zu nehmen. Allerdings ist es oft ungünstig, derartige Störungen als „Krankheit“ zu etikettieren. Aus diesem Begriff leiten sich schnell erhebliche Eingriffe ab wie zum Beispiel die Nervenfasern chirurgisch zu durchtrennen. Oftmals liegt aber keine Krankheit vor, sondern es handelt sich lediglich um Stresserscheinungen. In diesen Fällen empfehlen sich Tee-Aufgüsse aus Heilpflanzen, die man mehrmals am Tag lauwarm trinken kann. Salbei beispielsweise reguliert die Flüssigkeitsausscheidung.
Ebenfalls wichtig ist aber auch, einen anderen Umgang mit Stress zu erlernen.
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