Alle Jahre wieder – Atemwegsinfektion Husten

Mindestens einmal im Jahr erkältet sich fast jeder, häufiger Kinder als Erwachsene. Dabei ist der Husten besonders lästig und das nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern er ist auch nervig für die Mitmenschen, die sich den lauten Hustenanfall mit anhören müssen.

Fast jeder ist im Laufe eines Jahres von einer Erkältung betroffen. Ein großes Wunder ist es nicht, denn die „Husten-Viren“ werden bereits durch bloßes Einatmen übertragen und nicht erst nach engem Körperkontakt. Am häufigsten und eher im Winter treten Husten, Schnupfen und Heiserkeit auf. Vor allem wenn sich Menschen in geschlossenen Räumen dicht beieinander aufhalten und beim Niesen oder Sprechen die dafür verantwortlichen Krankheitserreger verbreiten. cough syrup Zu den Hustensymptomen kommt noch hinzu, dass durch Unterkühlung und Frieren das körpereigene Abwehrsystem geschwächt wird. Deshalb kommen Husten und Erkältung auch in der Sommerzeit nicht selten vor. Begünstigt werden diese Krankheiten hauptsächlich durch Klimaanlagen in Autos, Hotels, Büros und Einkaufsstätten. Ganz besonders haben infektanfällige Menschen unter den häufig zu niedrig eingestellten Temperaturen zu leiden.

Ein weiterer häufiger Grund für einen quälenden Husten ist auch die akute Bronchitis. Oft gefolgt von einer Erkältung entsteht diese Bronchitis. Denn dann können sich die Viren leicht nach unten, also in Bronchien und Luftröhre, ausbreiten.

Der Husten verläuft meist in zwei Phasen, ganz egal, ob bei akuter Bronchitis oder Erkältung. Meist tritt zuerst ein eher trockener Reizhusten auf. Dieser Husten kann von ständigem Hüsteln aber auch bis hin zu harten schmerzhaften Hustenstößen reichen. Dann folgt etwa in zwei bis drei Tagen ein Schleimhusten daraus. In dieser Phase führt es zum Auswurf des Schleims in unterschiedlicher Form. Entweder stößt man beim Husten einen farblosen Schleim aus, aber der Schleim kann auch gelblich bis grünlich gefärbt sein. Doch Husten kann auch schmerzhaft und krampfartig verlaufen, zum Beispiel bei einer Bronchitis. Außerdem fällt dem Betroffenen das Durchatmen noch schwerer als bei einer Erkältung.

Bei der Bronchitis verursachen die Erkältungsviren eine Atemwegsschleimhautentzündung. Dadurch wird die Atemwegsschleimhaut äußerst empfindlich, was dazu führt, dass schon bei geringsten Reizen ein Hustenanfall ausgelöst wird. In circa zwei bis drei Tagen sondert sie ein zähflüssig-schleimiges Sekret ab. Dies ist der Grund, dass ein anfangs trockener Reizhusten allmählich in einen feuchten Schleimhusten übergeht. Zusätzlich kann sich die Muskulatur der Luftröhre und Bronchien verkrampfen, wenn diese von der Krankheit betroffen sind. Nicht nur die Atmung wird durch gestautes Sekret behindert, sondern es stellt auch einen idealen Lebensraum für Bakterien dar. Wenn sich die Bakterien zu stark vermehren, kann sogar aus einer harmlosen Erkältung eine ernste Krankheit werden.

Um den Reizhusten zu mildern oder zu unterdrücken helfen Hustenstiller. Doch beim Schleimhusten kann dieser „Stiller“ nicht helfen. Durch den gefolgten Schleimhusten wird das festsitzende Sekret aus den Atemwegen entfernt. Deshalb ist es wichtig, dass man den Schleimhusten mit einem Hustenlöser unterstützen muss. Gegen harte Hustenstöße gibt es synthetische Wirkstoffe, die sogenannten Hustenblocker. Der Name wurde wegen der starken Wirksamkeit gewählt. Sich durch Hüsteln äußernder leichter Reizhusten kann mit Heilpflanzen, die reizlindernd sind, behandelt werden. Camomile tea Auch Sonnentaukraut kann gegen Husten helfen, das in einigen homöopathischen Hustenmitteln vorkommt. Des Weiteren zählen zur großen Vielfalt der pflanzlichen Hustenlöser Thymiankraut und Efeublätter. Diese helfen, Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur zu lösen.

Wenn sich der Husten trotz Behandlungen innerhalb einer Woche nicht bessert oder wenn er schlimmstenfalls sogar noch schlimmer wird, sollte man spätestens dann zu einem Arzt gehen.

Ansonsten gilt grundsätzlich für alle Atemwegsinfekte viel zu trinken,mindestens zwei Liter pro Tag. Am besten eignen sich Erkältungs- oder Bronchialtees oder auch Mineralwasser ist gut geeignet. Trinken ist sehr wichtig, denn durch die Flüssigkeitszufuhr wird das Abhusten von Schleim unterstützt, und so führt es zur schnelleren Gesundheitsbesserung.

Auch das Einreiben von Rücken und Brust mit einem Erkältungsbalsam kann sinnvoll gegen Husten sein. Jedoch ist Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern angesagt. Denn für sie sind zum Beispiel Eukalyptusöl, Menthol und Kampfer tabu. Deshalb sollten Kinder und Säuglinge immer vom Arzt behandelt werden – auch bei leichtem Reizhusten.

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