Vitamine aus der Packung – brauchen wir sie wirklich?
Laut einer Studie greift jeder dritte Deutsche regelmäßig zu künstlichen Vitaminen. Am meisten ist dieser Trend bei den Frauen zwischen 35 und 50 zu finden. Bekannt sind der modernen Wissenschaft 20 Vitamine, und 13 von diesen Vitaminen gelten als lebensnotwendig. Das Problem ist, dass der Organismus diese Vitamine nicht selbst bilden kann.
Dabei ist die Vielfalt der Aufgaben kaum zu überblicken. Und überall blicken den Kunden die Vitamine aus der Packung an, es gibt spezielle Mischungen für Kinder oder Rheumatiker, oder auch für die ältere oder jüngere Generation. Viele schwören auf diese Mittel, andere fragen sich, ob es nicht doch ausreicht, frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
Argumente dafür und dagegen gibt es reichlich. Fest steht, dass heute bereits viele Menschen nicht mehr ausreichend mit Vitaminen versorgt sind. Gerade in den Gruppen der Senioren, der Kinder und auch der Jugendlichen findet man diese Unterversorgung. Es gibt zwar in Deutschland alles notwendige an Nahrungsmitteln zu kaufen, was man für eine gesunde Ernährung braucht, aber die wenigsten nutzen das auch aus. In vielen Fällen ist das Argument, dass man einfach nicht die Zeit hat, um fünf Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Viele können oder wollen ihre Ernährungsgewohnheiten gar nicht ändern, und greifen deshalb zu den künstlichen Vitaminen.
Dieser Vitaminmangel, der viele durch diese ungesunde Ernährung ereilt, führt zwar nicht mehr zu Skorbut oder ähnlichen Vitaminmangelerkrankungen, aber körperliches Unwohlsein und gesundheitliche Probleme treten sehr wohl auf. Vielen Menschen fehlt es heute an Folsäure, Vitamin B12 und auch Vitamin D ist sehr wenig vorhanden. Und dabei ist gerade Vitamin D so wichtig für die Knochen. Nur mit einem ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt kann eine passende Knochendichte erreicht werden, um eine Osteoporose zu verhindern. Nach neuesten Erkenntnissen soll ein Vitamin-D-Mangel sogar in Verbindung stehen mit Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems und auch Brustkrebs. Als Fazit kann man sagen, dass es immer besser ist, die nötigen Vitamine aus einer gesunden Ernährung heraus aufzunehmen. Wenn es aber gar nicht anders geht, dann sollte man auch ruhig zu Vitaminen aus der Packung greifen, um den Vitaminhaushalt stabil zu halten.
Die Gegner dieser Produkte warnen vor einer zu hohen Geldausgabe, und sie sehen die Gefahr, dass diese künstlichen Stoffe hochkonzentriert sogar den Körper belasten können. Dies wäre gerade problematisch bei den fettlöslichen Vitaminen A,D,K und E. Diese können sich im Körper anreichern und im Übermass sogar bei Gesunden Probleme verursachen. Auch die Aufnahmemöglichkeit der künstlichen Vitamine durch den Körper wird gerne angezweifelt. Als Kapsel sollen fettlösliche Vitamine schlechter verwertbar sein. Auch sollen manche synthetische Vitamine weniger wirksam sein. Allerdings fehlen zu diesen Behauptungen im Moment noch die wissenschaftlichen Beweise. Auch zeigen neue Untersuchungen, dass hoch dosierte Vitamine nicht immer die Versprechen halten können, die sie in Bezug auf Heilung oder Prävention von Krankheiten geben. Dies gilt beispielsweise bei Vitamin E, das gerne bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt wird, und auch das Vitamin C als Vorbeugung gegen Erkältungen ist sehr umstritten.
Natürlich ist eine gesunden Ernährung immer besser, aber auch mit künstlichen Vitaminen kann man bei Bedarf dem Körper etwas Gutes tun.
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