Tipps zum Vorbeugen der Seekrankheit – ohne Probleme auf Kreuzfahrt
Die Seekrankheit kann jeden erwischen – ob auf einem großen Schiff oder in einem kleinen Boot. Die Urlaubsreise an Bord eines Schiffs liegt voll im Trend. Über 900 000 Deutsche haben 2008 an einer Kreuzfahrt teilgenommen – fast 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Doch längst nicht alle Passagiere sind auch seefest. Bei vielen stellt sich schon nach kurzer Zeit an Bord leichtes Unwohlsein ein. Frösteln, kalter Schweiß und ein flaues Gefühl in der Magengegend gesellen sich dazu.
Auslöser sind vermutlich die widersprüchlichen Informationen, welche die Augen, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und die Stellungsrezeptoren fühlen und gleichzeitig auch, wie das ganze Schiff schwankt. Das Gehirn schüttet daraufhin verstärkt Nervenbotenstoffe aus, was schließlich zu den beschriebenen Symptomen führt. Die Seekrankheit äußert sich jedoch ganz unterschiedlich. Während manche Menschen heftig leiden, kommen andere mit leichtem Unwohlsein davon. Und wer auf einem Fischkutter keine Probleme hat, dem ergeht es möglicherweise auf einer Autofähre richtig übel. Manche Menschen reagieren ganz empfindlich auf das langsame, fast unmerkliche Rollen großer Schiffe. Andere machen eher die ruckeligen Hüpfer kleiner Boote zu schaffen. Eigentlich kann jeder seekrank werden. Die Frage ist nur, welcher Bewegungsablauf für den Einzelnen besonders unangenehm ist.
Richtiges Verhalten und Medikamente helfen, der Seekrankheit vorzubeugen. Rezeptfreie Arzneimittel mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Antihistaminika wie Dimenhydrinat sind als Kaugummi und Tabletten auf dem Markt. Der Arzt kann auch Pflaster verschreiben, die den Wirkstoff Scopolamin über die an den Körper abgeben – wegen seltener Nebenwirkungen wie Halluzinationen oder Verwirrtheitszuständen empfehlen sie sich allerdings nur in schweren Fällen. Gegen Übelkeit eignen sich zudem Präparate mit Ingwer. Manche Menschen profitieren auch von speziellen Akupressurbändern, die bestimmte Punkte am Unterarm stimulieren.
Doch auch richtiges Verhalten auf See ist Voraussetzung zum Vorbeugen der Seekrankheit. Deshalb sollte auf Alkohol und Nikotin schon vor der Seereise verzichtet werden. Wem eine Seereise bevorsteht, der sollte kleine und leichte Mahlzeiten einnehmen, auch während der Seereise. Da sich in der Mitte des Schiffs die Bewegungen am geringsten sind, sollte man sich in diesem Bereich aufhalten. Beim Blick übers Meer sollte man am besten den Horizont fixieren. Wenn man sich unter Deck aufhält sollte man sich am besten hinlegen und die Augen schließen. Auch Schlafen kann helfen. Bei starken Beschwerden sollte man dann den Schiffsarzt konsultieren.
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