Schuppenflechte – was die Haut bei Psoriasis braucht
Schuppenflechte (Psoriasis), diese Hauterkrankung ist zwar gutartig, aber viele Betroffene haben so ausgeprägte Symptome, dass ihre Lebensqualität extrem leidet.
Rote Flecken und eine stark schuppende Haut kennzeichnen die Psoriasis. Ursache dieser Symptome ist eine überschießende Bildung von Hautzellen. Statt in vier Wochen erreichen die Zellen in nur wenigen Tagen die Hautoberfläche. Dort lagern sie sich als Schicht aus toten Hornschüppchen ab. Die Rötung weist auf einen Entzündungsprozess hin.
Die Psoriasis zählt zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen die körpereigene Abwehr Strukturen des Organismus angreift, als seien es Fremdstoffe. Die Erkrankung ist erblich und nicht ansteckend.
Zwei bis drei Prozent der Bevölkerung leiden unter Schuppenflechte – rund zwei Millionen Menschen. Jedoch beruhen diese Zahlen auf Schätzungen. 75 Prozent der Patienten sind an milden Formen erkrankt, die übrigen an mittelschweren bis schweren. Unter Männern und Frauen tritt Psoriasis ungefähr gleich häufig auf. Sie gilt als mild, wenn weniger als zehn Prozent der Körperoberfläche und keine sichtbaren Teile wie Hände, Gesicht und Kopf betroffen sind.
Milde Formen der Psoriasis sprechen gut an auf die äußerliche Behandlung mit Kortison, Vitamin-D-Analoga oder Präparaten, in denen beide Wirkstoffe kombiniert sind. In der Regel wenden die Patienten die Salbe vier Wochen lang einmal täglich an, anschließend nach Bedarf. Eine Studie zeigte, dass Patienten selbst bei relativ häufigem Gebrauch keine ernsten Nebenwirkungen befürchten müssen, wenn die Präparate richtig angewendet werden.
Über die tägliche Hautpflege berät man Psoriasis-Betroffene kompetent in der Apotheke. Dort gibt es auch eine Reihe spezieller Pflegelinien und besonders für trockene Haut geeignete Präparate. Bei trockener und empfindlicher Haut spenden harnstoffhaltige Cremes und Lotionen Feuchtigkeit. Voraussetzung: Entzündliche Herde sind durch die Vorbehandlung abgeheilt. Für die Haarpflege bieten sich Anti-Schuppen-Shampoos an, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Zinkpyrithion.
Die Behandlung mit UV-Licht hilft, wenn die Therapie mit Salben keine ausreichende Besserung bringt. Das einfachste Verfahren ist die Bestrahlung mit UV-B-Licht. Bei der Balneofototherapie badet der Patient in einem Solebad und wird anschließend mit UV-B-Licht bestrahlt. Auch die Klimatherapie an der polnischen Ostsee oder am Toten Meer wirkt durch die Kombination von Sole und Bestrahlung mit einem günstigen UV-Spektrum.
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