Tschechische Geschichte, Kunst, Kultur und Lebensart

Die drei historischen Gebiete Tschechiens – Böhmen, Mähren und Schlesien – bergen kulturhistorische Schätze riesigen Ausmaßes. So verwundert es nicht, dass bereits zwölf Objekte von der UNESCO als Welterbe gewürdigt wurden. Es gibt zahlreiche pittoreske Kleinstädte mit Laubenhäusern, Kathedralen und Wachtürmen, es gibt unzählige imposante Schlösser und Burgen und es gibt vielerorts unberührte Natur. Das Wanderwegenetz im Riesengebirge ist vorzüglich, die Beschilderung ausgezeichnet. Vielleicht noch schöner ist der Böhmerwald, übrigens das größte Waldgebiet Europas. Das Gebiet an der Grenze zu Bayern gelegen ist eine Arche der Natur. Man bemüht sich hier um die ökologische Wiederherstellung dieser Heimat für Bären, Wölfe, Hirsche und Auerhähne. Wanderer stoßen immer wieder auf Menschenwerk – darunter auf merkwürdig mit Steinen befestigte Bäche.

Doch das Leben besteht nicht nur aus Natur, Kultur, die Tschechen verstehen es zu genießen und sind stolz auf ihr Nationalgetränk, das Bier, und ihre Küche. Zu den vielen kulinarischen Spezialitäten Tschechiens gehört auch der Karpfen, der hier in einer seenreichen Landschaft beste Lebensbedingungen vorfindet.

Prag ist die Metropole. Hier ist das Zentrum der Macht und hier spielt die Musik. Und hier werden seit jeher wirtschaftlich und kulturell Brücken zwischen Ost und West geschlagen.

Nicht nur in den Wäldern des Böhmerwalds behielt die Natur das Sagen. Auch Riesen- und Isergebirge bieten viel von jener Ursprünglichkeit, die sich besonders in der Böhmischen Schweiz und in den beiden Karstgebieten von einer bizarren Seite zeigt.

Der Norden Tschechiens ist bergig. An der Grenze nach Sachsen schwingt sich das Land zu einer eigenen Schweiz auf, weiter östlich überschreitet das Isergebirge die tausend Höhenmeter und das Riesengebirge ragt 1600 Meter auf.

Das Land zwischen Elbtal und Riesengebirge markieren Hopfenfelder, Obstgärten, Weinberge und bizarre Formationen aus Sandstein. In den Städten hat sich viel Industrie angesiedelt. Automobilbau, Chemie, Glashandwerk. Dennoch hat die Natur ihren Zauber behalten. Die Skigebiete gelten als besonders schneesicher. Und im Sommer scheinen die Wanderwege endlos. Dank der Freundlichkeit der Einheimischen und der günstigen Preise sind ideale Familienferien – per Schiff, Kanu, Fahrrad, mit Kletterhelm und Seil – möglich.

Wer etwas auf sich hielt fuhr in die böhmischen Bäder zur Kur. Schon Goethe fühlte sich von Marienbads Quellen so erfrischt. Karlsbad und die anderen böhmischen Traditionskurorte kämpfen um ein neues Image: weg vom billigen Rentnerparadies und Schnäppchenrevier, hin zum Urlaubsziel nach Maß mit Wander- und Radwegen im Meer der Wälder, Burgromantik und Golfplätzen – und mit mehr Anspruch auf individuellen Service.

One Response to “Tschechische Geschichte, Kunst, Kultur und Lebensart”

  1. Christian Says:

    Zwischen Elbtal und Riesengebirge waren wir vor kurzem auch mal Wandern. Besonders schön sind dort die vielen Sandsteinformationen. Immer eine Reise wert.



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