Tea Time – die Kunst der richtigen Zubereitung von Tee
Tee zubereiten, das heißt nicht nur, einfach heißes Wasser auf getrocknete Teeblätter zu schütten, eigentlich ist das ein ganz eigenes Ritual.
Wer einen wohlschmeckenden Tee erhalten möchte, der sollte für seinen Aufguss möglichst ein weiches Wasser verwenden. Nur so können sich das Aroma und der Duft richtig entfalten. Hartes Wasser bindet die Bitterstoffe, so verliert der Tee seinen Geschmack. Wer zu Hause sehr kalkhaltiges Wasser hat, der kann sich für den perfekten Teegenuss einen Wasserfilter zulegen.
Damit sich Teeblätter auch wirklich entfalten können, sollte man den Aufguss in einem separaten Krug zubereiten, und erst nach der Ziehzeit durch ein Sieb in die Servierkanne gießen. Auch die beliebten Tee-Eier sind nicht sehr empfehlenswert, denn der Tee kann das Aroma nicht entfalten, wenn er so dicht gedrängt liegt.
Aufgebrühter Tee bleibt länger warm, wenn man die Kanne vor dem Umgießen mit heißem Wasser ausspült. Teekenner verzichten gerne auf Stövchen, denn hier kann der Tee nachkochen und so sein Aroma verändern. Die Kanne sollte man nach Gebrauch auch nicht mit Spülmittel reinigen, Wasser ist ausreichend, denn die so genannte Tee-Patina, die zurückbleibende dünne, braune Schicht ist für Kenner ein absolutes Muss. Man sollte die Teekanne auch niemals für andere Getränke wie Kaffee nutzen, denn dadurch wird das typische Eigenaroma zerstört. Das geht sogar so weit, dass Teekenner für jede Sorte eine andere Kanne verwenden.
Schon beim Einkauf sollte man vorsichtig sein, denn man muss darauf achten, dass der Tee auch wirklich luftdicht verpackt ist. Teeblätter sind sehr empfindlich und nehmen sehr schnell fremde Gerüche an.
Wenn es um die Frage der Milch im Tee geht, sind die Meinungen sehr unterschiedlich. Nach einer Studie wird die gefäßschützende Wirkung des schwarzen Tees durch bestimmte Milchproteine aufgehoben. Schottische Forscher halten dagegen, dass es hier nur auf die Ziehzeit des Tees ankommt. Einen maximalen Gesundheitseffekt gäbe es bei einer Ziehzeit von sieben Minuten. Alternativ kann der Tee auch mit Zitrone genossen werden.
Grüner Tee ist bekannt dafür, dass es ein Enzym hemmt, das für das Wachstum von Krebszellen verantwortlich ist. Dieses Enzym ist aber gleichzeitig wichtig für die Aufnahme von Folsäure in den Stoffwechsel, daher ist es für Schwangere wichtig, auf Grüntee zu verzichten. Das gleiche wird auch allen Frauen geraten, die gerne schwanger werden wollen. Der große Vorteil bei hochwertigem grünen Tee ist, dass er mehrmals aufgegossen werden kann. Allerdings wird der Koffeingehalt dabei auch immer geringer. Wenn man diesen Tee öfters aufgießt, dann sollte man die Wassermenge immer etwas reduzieren, um einen vollen Geschmack zu erhalten.
Für schwarzen Tee ist eine Ziehzeit von drei Minuten ideal. Nach diesen drei Minuten lösen sich Gerbstoffe aus dem Wasser, und diese können bei empfindlichen Menschen sogar Magen- und Darmprobleme verursachen. Grüntee hat sogar nur eine Ziehzeit von 90 Sekunden. Die generelle Faustregel für die Ziehzeit bei Tee besagt, dass eine lange Ziehdauer beruhigend wirkt, während eine kurze anregend wirkt.
Tees sollten innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden.
Was für einen wahren Teetrinker immer sein muss, das ist Zeit. Tee ist kein Getränk, dass man sich eben in einem Pappbecher an der Theke holt und mitnimmt, wie das heute bereits bei Kaffee üblich ist. Menschen, die viel Tee trinken, sind insgesamt ruhiger, sie leiden weniger an stressbedingten Krankheiten, Bluthochdruck ist ihnen meistens ein Fremdwort. Es macht also Sinn, sich für eine gute Tasse Tee täglich etwas Ruhe zu gönnen.
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