Trinkgeld im Ausland – wie viel Trinkgeld ist richtig?
Noch nie haben die Deutschen so wenig Trinkgeld gezahlt wie heute – so lautet das Ergebnis einer Studie der Fachhochschule Gelsenkirchen. Ob an der Tankstelle, beim Friseur, für die Toilettenfrau oder im Restaurant, auch hier wird Trinkgeld erwartet. Jedoch wie viel Geld ist richtig, und wie oft gibt man was extra? Wenn man heute Taxifahrer oder eine Kellnerin nach dem Extrageld fragt, antworten sie schnell, dass die Leute jetzt viel weniger geben als früher. Es ist leider so, weil viele nicht wissen, wie viel Geld richtig ist. Auch das Thema Trinkgeld im Ausland ist für einige ein Tabu.
Im Prinzip gilt in Europa ganz einfache Regel, die besagt: je weiter man sich nach Norden bewegt, desto weniger Trinkgeld gibt man aus. Zum Beispiel in England wird an der Theke im Pub ganz ohne Trinkgeld gezahlt, jedoch in Skandinavien werden schon 5 Prozent gegeben. In Dänemark ist nur das Trinkgeld beim Friseur unüblich, sonst wird der Service im Preis eingerechnet. Wenn man gerade einen Urlaub in Italien macht, sollte man sich die Rechnung im Restaurant genauer angesehen. Wenn „coperto“ auf der Rechnung steht, heißt das, dass die Gebühr für Gedeck und Brot schon inbegriffen ist. Als sehr unhöflich gelten 2- oder 5-Cent-Münzen in Spanien, Frankreich oder Portugal. Hier gibt man in der Regel 10 Prozent, und das Geld lässt man entweder auf dem Tellerchen oder auf dem Tisch zurück. In der Türkei, Griechenland oder Schweiz wird noch ein bisschen mehr erwartet, so 10 bis 15 Prozent und in den USA – bis zu 20 Prozent. Eine Ausnahme ist China sowie Japan. In den Ländern gehört das Trinkgeld nicht zum guten Ton.
--------------- ebenfalls interessante Artikel:


